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Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und der neue CO2-Preis

(vom 15.01.2021)

Häufig gestellte Fragen 

Wir haben Ihnen hier die häufgsten Fragen zum neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und zum neuen CO2-Preis zusammengestellt.

Was ist CO2?

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein natürlich auftretendes, klimawirksames Spurengas der Erdatmosphäre. Die Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre steigt vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe an. Der Anstieg begann mit der Industrialisierung Mitte des 18. Jahrhunderts und hält bis heute an.

Was ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)?

Im November 2019 wurde in Deutschland ein neues Klimaschutzprogramm auf den Weg gebracht. Ziel dieses Programms ist es, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 gegenüber 1990 um 55 % zu reduzieren.
Teil dieses Klimaschutzprogrammes ist das neue Brennstoffemissionshandelsgesetz (abgekürzt: BEHG). Mit diesem Gesetz wird nun ab 2021 eine zusätzliche Bepreisung des CO2-Ausstoßes durch den Einsatz von Brennstoffen und den Verkehr eingeführt. Zweck des Gesetzes ist es, den Primärenergien aus den Bereichen Verkehr und Gebäude einen CO2-abhängigen Preis zuzuteilen und so die Brennstoffe zu verteuern. Auf diese Weise sollen Anreize für umweltschonendes Verhalten gesetzt werden. Wer für den Ausstoß von CO2 verantwortlich ist, soll auch dafür zahlen.

Welche Primärenergien sind betroffen?

Dies betrifft Erdgas ebenso wie Flüssiggas, Heizöl, Benzin und Diesel. Je höher die CO2-Schädlichkeit, desto teurer sind die Zertifikate. Diese kaufen die Energielieferanten im nationalen Handel, damit eine Tonne Treibhausgas ausgestoßen werden kann. Ohne den Erwerb dieser Zertifikate ist ein Handel mit fossilen Rohstoffen nicht mehr möglich
Je umweltschädigender die Treibstoffe oder Brennstoffe sind, desto stärker werden sie mit Kosten belastet. Dadurch soll der Aspekt der Umweltverträglichkeit beim Kauf des nächsten Autos oder beim Heizungskauf berücksichtigt werden.
So ist beispielsweise unser Biomethan an unserer Biogas-Tankstelle befreit von den neuen CO2-Kosten. Dies macht den Kauf eines Erdgasfahrzeuges interessant, welches dann bei uns mit Biomethan betankt werden kann.

Wie hoch ist der CO2-Preis?

Bis 2025 steigen die CO2-Kosten laut Gesetz kontinuierlich an. Je Tonne CO2-Ausstoß sind folgende Kosten über Zertifikate an den Staat abzuführen:

Jahr CO2-Kosten gem. BEHG
2021 25 Euro pro Tonne
2022 30 Euro pro Tonne
2023 30 Euro pro Tonne
2024 35 Euro pro Tonne
2025 45 Euro pro Tonne


Rechnet man den Preis je Tonne CO2 auf eine Kilowattstunde (kWh) Erdgas um, so bedeutet dies einen CO2-Preis von rund 0,46 Cent pro Kilowattstunde netto bzw. 0,54 Cent pro Kilowattstunde brutto inklusive 19 % Umsatzsteuer.

Was bedeutet der neue CO2-Preis für den Verbraucher?

Der CO2-Preis wird ähnlich wie Abgaben und Steuern in die Energiepreise eingerechnet. Dieser Preisbestandteil ist von den Energielieferanten nicht frei zu gestalten, sondern gesetzlich vorgegeben.
Die Verbraucher sind also sowohl beim Erdgasbezug oder Heizölkauf, als auch an der Tankstelle (Benzin, Diesel) von den Kostensteigerungen betroffen.
Auf Basis eines typischen Erdgasverbrauchs von 20.000 kWh führt der neue CO2-Preis zu Mehrkosten von ca. 108 Euro im Jahr, die deutschlandweit jeder Gaslieferant in Rechnung stellen muss.

Was geschieht mit den Einnahmen aus dem CO2-Handel?

Die Einnahmen kommen dem Klimaschutz zugute. Beispiele hierfür sind Förderprämien für E-Autos und neue Förderprogramme für die energetische Modernisierung von Wohnungen und Häusern. Auch der Tausch von Heizanlagen und der Umstieg auf klimafreundliche und erneuerbare Energien wird gefördert.

Wird der Verbraucher im Gegenzug auch entlastet?

Zur finanziellen Entlastung der Bürger wurden folgende Maßnahmen zum 1. Januar 2021 umgesetzt:

  • Deckelung der EEG-Umlage
  • Erhöhung des Wohngeldes
  • Erhöhung der Pendlerpauschalen für längere Arbeitswege
  • Absenkung der Mehrwertsteuer für Bahntickets

Wo finde ich den CO2-Preis in meiner Rechnung?

Der CO2-Preis wird in der Rechnung der e.wa riss als separate Position ausgewiesen, ebenso wie die Energiesteuer auf Erdgas.

Ich beziehe Erdgas mit 10 % Biogasbeimischung von der e.wa riss. Wie wirkt sich dies aus?

Wir liefern Ihnen Erdgas mit 10 % Biogasanteil. Sie leisten dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz, der sich für Sie jetzt auszahlt. Der neue CO2-Preis belastet nur 90 % Ihrer Jahresmenge. Der Biogasanteil ist davon nicht betroffen. Für Sie reduzieren sich die CO2-Kosten also um 10 %.

Ich tanke an der Erdgas-Tankstelle der e.wa riss. Wird der Preis teurer?

Nein. Die Erdgas-Tankstelle der e.wa riss ist nicht von der Verteuerung durch einen CO2-Preis betroffen, weil wir dort 100 % CO2-freies Biomethan an die Fahrzeuge abgeben.

Haben Sie noch weitere Fragen rund um das neue BEHG und den neuen CO2-Preis?

Dann melden Sie sich gerne telefonisch unter 07351 3000-390 oder per E-Mail an service@ewa-riss.de.

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