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Informationen zu den Gas-Umlagen

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(vom 22.08.2022)

Gasbeschaffungsumlage / Gasspeicherumlage / Bilanzierungsumlage

Am 15. August wurde die Höhe der Gasbeschaffungsumlage veröffentlicht. Die Gasbeschaffungsumlage beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde netto (2,8786 Cent pro Kilowattstunde brutto bei 19 % Umsatzsteuer).
Bezahlt wird diese Umlage grundsätzlich sowohl von Industrie- als auch Haushaltskunden, die Erdgas beziehen sowie von Fernwärme-Kunden. Wer mit Strom, Öl oder erneuerbaren Energien heizt, bezahlt diese Umlage nicht.

Die Gasbeschaffungsumlage wird befristet erhoben: vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024; alle drei Monate kann sich die Höhe der Umlage ändern. Die genaue Höhe der Umlage berechnet die Trading Hub Europe GmbH (THE). Die THE hat im Gasmarkt die Rolle des Marktgebietsverantwortlichen und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Fernleitungsnetzbetreiber. Die THE sorgt unter anderem für Netzstabilität und Transparenz.   

Das Ziel ist es laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): „… die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, Insolvenzen von Gashändlern und Dominoeffekte in der Lieferkette der Energiewirtschaft zu verhindern.“ Daher hängt die Höhe der Umlage wesentlich davon ab, in welchem Umfang, zu welchem Preis und für welche Nachfrage die Gas-Importeure (beispielsweise Uniper) Erdgas-Ersatzmengen beschaffen müssen. Ganz grob beschrieben: Je höher der Ausgleich für die Importeure, desto höher fällt auch die Umlage aus.

Der energiewirtschaftliche Hintergrund hat viel mit dem völkerrechtswidrigen Krieg von Russland gegen die Ukraine zu tun. Seit Kriegsbeginn reduziert Russland die Gas-Liefermengen nach Europa. Die ausgefallenen Mengen müssen die Importeure durch den Kauf deutlich teurerer Mengen am Kurzfristmarkt ersetzen. Den Importeuren sind dadurch in den letzten Monaten erhebliche Verluste entstanden. Sowohl der Fortbestand dieser Unternehmen als auch der von den Importeuren belieferten Stadtwerke und Industrieunternehmen ist damit gefährdet.

Am 18. August wurde die Höhe der Gasspeicherumlage veröffentlicht: 0,059 Cent pro Kilowattstunde netto (0,07021 Cent pro Kilowattstunde brutto bei 19 % Umsatzsteuer). Sie wird ebenfalls ab dem 1. Oktober 2022 erhoben. Mit dieser Umlage sollen der THE die Kosten ersetzt werden, die ihr entstehen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten – vor allem sind das Kosten für den Einkauf von Gas, um die Speicher zu füllen. Das vom BMWK vorgegebene Ziel der THE: Zum 1. November sollen die deutschen Gasspeicher zur mindestens 95 Prozent gefüllt sein. Diese Umlage soll zum 1. April 2025 auslaufen. 

Am 18. August veröffentlichte die THE zudem die Höhe der SLP- und RLM-Bilanzierungsumlage. Mit der Bilanzierungsumlage wird unter anderem die Beschaffung von Regelenergie durch die THE finanziert. Regelenergie ist erforderlich, um die Systemstabilität im Netz aufrecht zu erhalten. Die THE legt diese Kosten wiederum auf die Lieferanten um. Die Bilanzierungsumlage wird jährlich zum 1. Oktober angepasst und sechs Wochen vor Beginn des jeweiligen Geltungszeitraums veröffentlicht. Ab dem 1. Oktober 2022 beträgt die SLP-Bilanzierungsumlage 0,57 Cent pro Kilowattstunde netto (0,6783 Cent pro Kilowattstunde brutto bei 19 % Umsatzsteuer). Für RLM-Kunden beträgt die Umlage 0,39 Cent pro Kilowattstunde netto. Zuletzt lag die Höhe der Umlage bei 0,00 Cent pro Kilowattstunde.

Die Energieversorger profitieren nicht von diesen Umlagen. Die Energieversorger sind verpflichtet, die aus diesen Umlagen erzielten Einnahmen vollständig abzuführen. Sie verbleiben also nicht in den Unternehmen.  

Auch die e.wa riss gibt diese Umlagen an ihre Gaskunden weiter. Für einen Haushaltskunden steigen die Gaskosten ab dem 1. Oktober damit insgesamt um 3,048 Cent pro Kilowattstunde netto (3,627 Cent pro Kilowattstunde brutto bei 19 % Umsatzsteuer). Die Bundesregierung plant, die Umsatzsteuer auf Erdgas von 19 % auf 7 % zu senken. Sobald diese Steuersenkung in Kraft tritt, geben wir diese an unsere Kunden weiter.

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