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Klimaschutz mit Bio-CNG - die kostengünstige Alternative zur Elektromobilität

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(vom 24.03.2022)

Die Elektromobilität ist derzeit in aller Munde. Die Zahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge steigt stetig. Auch die staatlichen Fördergelder tragen zu dieser Entwicklung bei. Die e.wa riss hat als regionaler Energieversorger einiges aus dem Bereich der Elektromobilität zu bieten. Neben dem Vertrieb von Wallboxen, Ladestationen für das eigene Zuhause, betreibt die e.wa riss E-Ladesäulen in Biberach und bietet dazu die passende Ladekarte an.

Im Gegensatz zur E-Mobilität ist die Erdgasmobilität eine sehr kleine, jedoch nicht zu unterschätzende Nische. Auch in diesem Bereich ist die e.wa riss tätig. Das Unternehmen betriebt in der Freiburger Straße in Biberach eine CNG-Tankstelle. Hier kann sogar 100 Prozent Bio-CNG getankt werden. Paul-Vincent Abs, Geschäftsführer der e.wa riss und Wolfgang Specker, begeisterter „CNG-Fahrer“ aus Schemmerhofen, geben einen Einblick in diese kostengünstige und klimaschonende Art der Mobilität.

Herr Abs, was genau ist Bio-CNG überhaupt?

CNG bedeutet „Compressed Natural Gas“ und heißt übersetzt komprimiertes Erdgas. Bio-CNG, auch als Biomethan bezeichnet, wird ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Die Herstellung beruht auf dem biologischen Abbau von organischen Stoffen, z.B. Bioabfälle oder Gülle, unter Luftabschluss. Anschließend finden noch weitere Aufbereitungsschritte statt.
Seit 2012 bieten wir unseren Kundinnen und Kunden 100 % Biomethan an unserer Erdgastankstelle an. Dort kann rund um die Uhr mit einer EC-Karte oder unserer Tankkarte getankt werden.

Woher bezieht die e.wa riss ihr Bio-CNG?

Derzeit beziehen wir unser Bio-CNG bei der BMP Greengas GmbH aus München. Der Lieferant gewinnt das Biomethan aus Abfall- und Reststoffen der Landwirtschaft oder der Industrie.

Warum ist Bio-CNG klimafreundlich?

Gegenüber einem mit Benzin oder Diesel betriebenen Fahrzeug sorgt ein CNG-Fahrzeug, das mit 100 Prozent Biomethan fährt, für eine CO2-Einsparung von bis zu 90 Prozent. Außerdem wird der Ausstoß von schädlichen Emissionen wie Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ruß und anderen Partikeln nahezu vollständig vermieden. Das kommt daher, dass Bio-CNG aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Für die Produktion von Biomethan können biologische Materialien, wie beispielsweise Reststroh, Klärschlamm oder Gülle verwendet werden. Neben dem sehr geringen CO2-Ausstoß zeichnen sich Erdgas-Fahrzeuge aufgrund ihrer „weicheren“ Verbrennung auch durch geringere Motorengeräusche aus. Das sorgt vor allem in Ballungsgebieten für weniger Straßenlärm. Sie sehen also, die Mobilität mittels Bio-CNG liefert einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Übrigens, wir setzen als regionaler und nachhaltiger Energieversorger in unserem Fuhrpark schon viele Jahre auf erdgasbetriebe Fahrzeuge.

Was kostet mich derzeit ein Kilogramm Bio-CNG an ihrer Tankstelle? Und wie steht das im Verhältnis zu Benzin und Diesel?

Bei uns kostet das Kilogramm Biomethan derzeit 1,18 Euro. Der Energiegehalt von einem Kilogramm Bio-CNG entspricht in etwa 1,6 Litern Benzin oder 1,3 Litern Diesel. Rechnet man dies entsprechend um, dann entspricht unser derzeitiger Erdgaspreis ungefähr zwischen 75 und 90 Cent für einen Liter Benzin oder Diesel. Unser Bio-CNG ist derzeit also mehr als die Hälfte günstiger als herkömmliche Kraftstoffe. Und Sie schonen neben Ihrem Geldbeutel auch die Umwelt.

Wolfgang Specker aus Schemmerhofen ist begeisterter Bio-CNG-Fahrer und tankt regelmäßig an der Biomethan-Tankstelle der e.wa riss.

Herr Specker, was hat Sie bewogen, ein CNG-Fahrzeug anzuschaffen?

Ich bin jahrelang einen Diesel gefahren. Aber als Naturliebhaber, dem der Klimaschutz am Herzen liegt, wollte ich unbedingt auf ein klimaschonendes Fahrzeug umsteigen. Ein fossiler Verbrenner kam für mich nicht mehr in Frage. Daher war auch eine Plug-in-Hybrid-Variante, also ein Elektromotor mit Verbrenner, keine Option. Auch die Elektromobilität war aufgrund meines Fahrprofils und meiner Kilometerleistung sowie dem „CO2-Rucksack“ nicht praktikabel. Über die Zeitschrift „Panorama“ des Deutschen Alpenvereins bin ich dann auf das Thema „Fahren mit CNG“ aufmerksam geworden. Das CNG wird z. B. durch Reststoffe aus der Landwirtschaft, Grün- oder Schlachtabfällen fermentiert und in "Erdgasqualität" umgewandelt. Die anorganischen Komponenten, also die Gärreste, gehen als Biodünger wieder zurück an die Agrarbetriebe. Ein geschlossener Stoffkreislauf, der auf optimale Verwertung setzt, nachhaltige Wertschöpfung für alle Beteiligten generiert und zum Klima- und Umweltschutz beiträgt. Vom Acker und Rasen wieder zurück - der perfekte Kreislauf! Das fand ich auf Anhieb sympathisch. Daraufhin habe ich mich sofort informiert, ob ich in der Region Bio-CNG tanken kann und bin dabei auf die Bio-CNG-Tankstelle der e.wa riss in Biberach gestoßen. Das war für mich der Startschuss, sich dann um die Auswahl eines entsprechenden Fahrzeugs zu kümmern.

Wer bietet solche Fahrzeuge an?

Derzeit bietet leider nur der Volkswagen Konzern mit den Marken VW, Seat und Skoda sowie Audi im Premiumsegment ein breites Angebot an. Auch Fiat hat zum Teil ab Werk lieferbare CNG-Fahrzeuge im Angebot.

Fühlen Sie sich manchmal unsicher?

Nein! Die Fahrzeuge sind sauber geprüft, müssen sich alle zwei Jahre einer speziellen Prüfung das Gasanlage durch den TÜV unterziehen und sind daher genauso sicher wie vergleichbare Benziner oder Diesel-Fahrzeuge an. Mythen, beispielsweise über geborstene Tanks gehören definitiv der Vergangenheit an.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Total spitze - ich freue mich momentan immer über die Spritpreise! Wo Autofahrer über die extrem hohen Spritpreise jammern, kommt bei mir Freude auf. Ich bezahle bei der e.wa riss für das Kilogramm Bio-CNG nur 1,18 €. Auf den Energiegehalt bereinigt sind das umgerechnet auf den Liter Benzin oder Diesel rund 75 bis 90 Cent. Zudem ist Bio-CNG von der CO2-Steuer befreit. Klimaschutz ist also machbar und dazu noch günstig! Mit einer Tankfüllung meines Skoda Octavia komme ich rund 440 Kilometer weit und zahle dafür knapp 20 Euro. Mein großer Dank geht hier an die e.wa riss, die die Versorgung mit Bio-CNG in unserer Region gewährleistet und somit einen sehr guten ökologischen Beitrag leistet.

Jetzt haben wir über die Kosten für den Kraftstoff gesprochen – wie sieht es mit den Anschaffungskosten für ein CNG-Fahrzeug aus?

Pauschal ist es natürlich schwierig, dazu eine Aussage zu treffen. In der Regel ist der Anschaffungspreis eines CNG-Fahrzeugs in etwa gleich hoch oder minimal höher wie ein vergleichbares Modell, das mit herkömmlichem Kraftstoff betankt wird. Betrachtet man allerdings zusätzlich die Unterhaltungs- und Spritkosten eines CNG-Fahrzeugs, dann fährt man unterm Strich in der Regel günstiger.

Wem würden Sie solch ein Fahrzeug empfehlen?

Ich würde ein CNG-Fahrzeug auf jeden Fall allen Pendlern empfehlen, auf deren Weg zur Arbeit sich eine CNG-Tankstelle befindet. Auch deutschlandweit sind genügend CNG-Tankstellen vorhanden, rund 850 Stück. Davon sind über die Hälfte reine Biomethan-Tankstellen. Außerdem gibt es sehr gute Apps, wie beispielsweise von gibgas.de oder vom CNG-Club, die alle Infos zu CNG-Tankstellen zur Verfügung stellen.

Auch für Kommunen und Kleinbetriebe wie Fahrschulen und Taxiunternehmen sind CNG-Fahrzeuge eine super Alternative. Leider haben viele Autohäuser derzeit nur die Elektromobilität auf dem Schirm. Da fällt die Erdgasmobilität sehr unter den Tisch – und das zu Unrecht. Daher mein Tipp: Fragen Sie gerade in VW-, Seat- oder Skoda-Autohäusern direkt nach CNG-Fahrzeugen.

Übrigens, der deutsche ADAC hat vor kurzem über 100 Autos getestet und ihre CO₂- und Schadstoffemissionen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Liste der umweltfreundlichsten Autos führt nicht etwa ein Plug-in-Hybrid oder Elektro-Auto an, sondern zwei Fahrzeuge mit CNG-Antrieb! Dies ist einmal mehr ein Beweis, dass CNG-Fahrzeuge mit Biomethan im Tank nahezu CO2-neutral unterwegs sind.

Mich und die e.wa riss würde es freuen, wenn der Ein oder Andere beim nächsten anstehenden Autokauf auch mal über eine CNG-Variante nachdenkt.

Bild (v.r.): Wolfgang Specker und e.wa-riss-Geschäftsführer Paul-Vincent Abs tanken 100 % Bio-CNG an der CNG-Tankstelle der e.wa riss.
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